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Der Hintergrund ist bekannt. Manuel Neuer, der deutsche Nationaltorhüter und Torhüter des FC Bayern München, hatte sich im Dezember bei einer Skitour im bayrischen Voralpenland laut eigener Mitteilung über Instagram einen Unterschenkelbruch zugezogen. Aus Neuers Umfeld hieß es nach der Verletzung, dass er bei der Vorbereitung auf die neue Saison im Sommer wieder auf dem Platz stehen würde. Möglicherweise war diese Prognose aber zu optimistisch. Nach „Bild“- und „Sport1“-Informationen könnte sich die geplante Rückkehr des Nationalkeepers verzögern. Wie „Bild“ berichtet, soll sich der Kapitän bei seinem Skiunfall nicht nur einen Unterschenkelbruch, sondern einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen haben. Auf Nachfrage der Zeitung wurde diese Diagnose von der Neuer-Seite nicht dementiert. Die Verletzung Neuers könnte also schwerer als bisher angenommen sein und eine weitere Verzögerung bei der Rückkehr des Bayern-Kapitäns auf den Platz bedeuten.

Vertreter oder längerfristige Lösung?

Das Problem, das sich für die Verantwortlichen des FC Bayern stellt, ist klar. Zum einen kann niemand seriös vorhersagen, wie lange sich die Genesung Manuel Neuers hinziehen wird. Zum anderen ist Stand jetzt unklar, in welcher Verfassung der fünfmalige Welttorhüter zurückkehren wird und ob er je wieder seine alte Leistungsfähigkeit zurück erlangt, zumal er im März bereits 37 Jahre alt wird.

Die Situation birgt viele Unsicherheiten für einen Klub, der sportlich immer höchste Ansprüche erreichen will, vielleicht zu viele. Die Frage, die sich die Verantwortlichen des Vereins stellen müssen, ist, ob ein Ersatzmann bis zum Ende der Saison überhaupt ausreicht oder stattdessen eher ein Torhüter verpflichtet werden soll oder sogar muss, der bei einer sportlich unbefriedigenden Rückkehr Neuers den Nationaltorhüter längerfristig ersetzen oder ihn sogar ablösen kann.

Die Suche nach einem Ersatz

Daher scheinen die Münchner mehr und mehr nach einem neuen Keeper Ausschau zu halten, der sie langfristig verstärkt. Denn während sie zunächst auf die schnelle Rückkehr ihres Kapitäns hofften, scheint nun ein Umdenken stattgefunden zu haben.

Als Wunschkandidat Nummer 1 wird weiterhin Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach gehandelt, auch wenn Borussia Mönchengladbach eine Absage erteilt hat, obwohl sich laut "Sky"-Informationen der FC Bayern und Sommer bereits mündlich über einen Wechsel an die Isar geeinigt hatten. Der Schweizer besitzt bei der Borussia aber noch einen Vertrag bis Saisonende und erhält keine Freigabe von seinem Verein. Dieser erklärte Sommer zuletzt für unverkäuflich. Nun weiß man aus Erfahrung von vielen anderen Wechseln, dass die Bereitschaft zur Abgabe eines Spielers meist nur eine Frage des Preises ist. Für das halbe Jahr, in dem Yann Sommer den Bayern-Kapitän ersetzen sollte, sollen die Bayern einen Betrag von 4 bis 5 Millionen angeboten haben. Sollte sich diese Summe noch einmal deutlich erhöhen, wird ein Umdenken der Gladbacher Verantwortlichen nicht ausgeschlossen sein, zumal sie ansonsten Yann Sommer am Saisonende ohne Ablösesumme verlieren werden, weil dessen Vertrag ausläuft. Hier dürfte das allerletzte Wort noch nicht gesprochen sein.

Nach wie vor sollen die Münchner aber auch Dominik Livakovic von Dinamo Zagreb im Blick haben. der bei der Fußball-WM in Katar glänzte. Da der kroatische Nationaltorhüter erst 28 Jahre alt ist, wäre er eine gute Investition für die Zukunft. Auch Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt soll weiterhin eine Option sein. Aber der Nationaltorhüter ist auch bereits 32 Jahre alt und soll 8,5 Millionen Euro wert sein.

Allerdings haben die Münchener nicht mehr endlos Zeit, denn der Winter-Transfermarkt schließt am 31. Januar. Und in Anbetracht der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt bereits drei Bundesligaspiele absolviert wurden und zwei Wochen später am 14. Februar das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League bei Paris St-Germain stattfindet, wäre es sicherlich von Vorteil, wenn der neue Schlussmann mit dem Bayern-Abwehrsystem frühzeitig vertraut und so besser gegen die Offensiv-Power der Franzosen gewappnet wäre. Eines ist aber auch klar: Die Verpflichtung eines Torhüters auf allerhöchstem sportlichen Niveau könnte das Ende der sportlichen Laufbahn von Manuel Neuer bedeuten.

Blickpunkt1. BundesligaManuel NeuerFC Bayern MünchenBorussia MönchengladbachYann Sommer

Artur Stopper

Artur Stopper

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

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