Ohne Zweifel gibt es heutzutage deutlich mehr qualifizierte Torwarttrainer als früher. Dafür gibt es Gründe. Seit dem Jahr 2011 bietet der DFB - meist in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden - flächendeckend eine Torwarttrainer-Ausbildung an, die mittlerweile vier Stufen umfasst. Die erste Stufe dieser Ausbildung, der sogenannte Basiskurs, wird in der Regel in den Landesverbänden durchgeführt, während die höheren Leistungsstufen ((Torwart Leistungskurs, Torwart B-Lizenz und Torwart A-Lizenz) ausschließlich der DFB anbietet.
Aber auch der Büchermarkt und das Internet bieten interessierten Trainern eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich Ideen und Informationen zum Jugend-Torwarttraining zu besorgen. Das Problem: Nicht immer kann der interessierte Laie aufgrund fehlender Qualifikation sinnvolle und weniger sinnvolle Übungen voneinander unterscheiden. Goalguard hilft euch bei der Lösung dieses Problems.
Was bietet euch Goalguard?
Goalguard hat sich zum Ziel gesetzt, Jugend-Torwarttrainern bei ihrer Arbeit in den Vereinen zu unterstützen. Deshalb bieten wir in der Rubrik Jugendtraining jetzt und zukünftig hilfreiche Inhalte an, die euch helfen, euer Training sinnvoll, abwechslungsreich und mit Freude zu gestalten.
Ein vielfältiges Angebot
Um euch möglichst vielfältige und hilfreiche Informationen anzubieten, haben wir unsere Hilfsangebote in drei Rubriken unterteilt:
Lernwege
In der Rubrik Lernwege stellen wir euch methodische Übungsreihen vor, mit deren Hilfe ihr eine bestimmte Torwarttechnik Schritt für Schritt nach dem Prinzip „Vom Einfachen zum Schweren“ im Eingangs- oder im Fortgeschrittenenstadium vermitteln könnt. Eure Aufgabe besteht allein darin, eure Torhüter am entsprechenden Leistungsstand abzuholen, die passende Übung dazu auszuwählen und ihn mit Übungen, die in Kombination verschiedener Techniken eher den Situationen im Spiel angepasst sind und statt monotonem Schliff für Abwechslung sorgen, schrittweise auf einen höheren Level zu führen. Selbstverständlich können aber auch Anfangsübungen aus der methodischen Reihe immer wieder zur Wiederholung und Vertiefung einer bestimmten Technik isoliert eingebaut werden.
Lernen nach Vorbildern
Wie im Artikel „Lernmethoden: Torwarttechniken vermitteln – aber wie?“ ausführlich dargestellt, gibt es verschiedene Wege, die Torwarttechniken zu erlernen. Neben der methodischen Reihe, wie sie in den Lernwegen praktiziert wird, lernen junge Torhüter auch viel über Vorbilder, d.h. sie schauen sich bei Profi-Torhüter die Bewegungsausführungen ab und machen sie nach. In Zeiten, in denen noch kein Torwarttraining angeboten wurde, war der Blick auf die Vorbilder für viele junge Torhüter nahezu die einzige Möglichkeit, eine Vorstellung vom Bewegungsablauf verschiedener Torwarttechniken zu bekommen.
In der Rubrik Techniken haben wir euch deshalb kurze Videosequenzen von Profi-Torhütern zusammengestellt, mit denen ihr Bewegungsabläufe in Originalgeschwindigkeit, in Zeitlupe und anhand von Standbildern exakt beobachten und verstehen könnt.
Passende Übungen
Wenn der Bewegungsablauf einer Technik im Großen und Ganzen in isolierten Übungen vermittelt wurde, werden die Techniken durch viele Wiederholungen ‘eingeschliffen’. Damit derTrainingsabend durch ständiges Wiederholen einer Bewegung nicht eintönig wird, haben wir euch im Anschluss an die Lernwege in der Rubrik "Passende Übungen" weitere Übungen zusammengestellt, in denen bestimmte Bewegungsabläufe nicht nur stupide wiederholt, sondern - meist gepaart mit anderen Techniken - veränderte und spielnahe Herausforderungen an die Torhüter gestellt werden. Dadurch wendet der junge Torhüter die gelernten Techniken in einer bestimmten Spielsituation oder in Wettkampfform an.
Neben Übungen, die wir speziell mit Jugendtorhütern abgedreht haben, haben wir auch Übungen aus dem Erwachsenenbereich in dieser Rubrik, die auch im Jugendtraining eingesetzt werden können und Sinn machen. Ihr müsst dazu nur die Anforderungen, z.B. die Hürdenhöhe, die Wiederholungszahl oder bestimmte Abläufe, an das Niveau eures Jugendtorhüters anpassen.
Spielen, spielen, spielen ...
"Wir müssen den Bolzplatz ins Training packen, sonst wird nicht genug gekickt", äußerte Bundestrainer Jürgen Klopp beim internationalen Trainerkongress 2024. Der Grundgedanke hinter dieser Denkweise ist, dass alle Spieler und Spielerinnen inklusive Torhüter in jeder Minute jedes Trainings Freude, Intensität und Wiederholung spüren. Spaß durch Wettkämpfe, lautet die Formel. Die technische Ausbildung im isolierten Training ist zweifellos wichtig. Noch wichtiger sind aber Spielformen, in denen der Keeper das Gelernte anwendet und aus Schwächen die Motivation schöpft, seine Technik verbessern zu wollen. Der heute beim Torhüter so wichtige Aspekt des Passens muss auch im isolierten Training geschult werden. Aber wichtige Elemente, die beim Passspiel entscheidend sind wie die Wahrnehmung und die Vororientierung, können nur in Spielformen oder im Training mit der Mannschaft entwickelt werden. Daher ist auch für den Torhüter das Spiel wichtig!

