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  • Die meisten Tore fallen aus dem zentralen Bereich zwischen 5 und 16 m vor dem Tor. Das jedenfalls ergab unsere Untersuchung aller Tore bei der EM 2016 in Frankreich. Dieses Ergebnis überrascht nicht weiter, denn bei Schüssen aus der Strafraummitte kann der Torhüter das Tor selbst durch Entgegenkommen nur unwesentlich verkleinern und hat zudem aus dieser nahen Entfernung nur eine kurze Reaktionszeit. Seine Abwehrchance ist deshalb nur gering.

    Auf dem falschen Fuß erwischt

    Häufig wird der Torhüter außerdem bei Schüssen aus dieser kurzen Distanz vom gegnerischen Stürmer „auf dem falschen Fuß erwischt“ wird. Damit ist gemeint, dass der Torhüter seinen Schwerpunkt auf eine Körperseite verlagert hat, also nicht im Gleichgewicht auf beiden Beinen gleichermaßen steht. Kommt der Torhüter aber nicht rechtzeitig ins Gleichgewicht, hat er kaum eine Chance, einen auf die andere Körperseite gespielten Ball abzuwehren, wenn sei Körperschwerpunkt auf der anderen Seite liegt.

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    Artur Stopper

    Artur Stopper

    Über den Autor

    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Die Szene wird Thibaut Courtois, dem Welttorhüter von 2018, noch lange in Erinnerung bleiben. In der Saison 2014/15 war der belgische Nationaltorhüter von Atletico Madrid in den Kader des FC Chelsea London gewechselt. Er hatte sich gegen den ehemaligen Welttorhüter (2005) und zehn Jahre älteren Petr Cech zum Saisonbeginn durchgesetzt und war auf dem besten Weg, zu einem der besten Torhüter der Welt heranzureifen. Und dann dieses: Man schrieb den 4. April 2015, als sich folgende Szene ereignete: Sein Mitspieler Eden Hazard verlor auf Höhe des gegnerischen Strafraums den Ball gegen zwei Abwehrspieler von Stoke City. Einer der beiden spielte den Ball sofort auf einen auf Höhe des Mittelkreises wartenden Mitspieler, der den Ball kurz annahm und auf Mittelfeldspieler Charlie Adam zurückpasste. Dieser lief ca. 5 m mit dem Ball und sah, dass Courtois ca. 18 m vor dem Tor stand. Adam fasste sich aus einer Entfernung von 63 m ein Herz und zog ab. Der Ball flog in hohem Bogen über den Chelsea-Keeper hinweg und senkte sich ins Tor. Courtois hatte im Rückwärtslauf noch vergeblich versucht, den Ball mit einer Hand über die Querlatte zu lenken.

    Der damalige Chelsea-Torwarttrainer Christophe Lollichon hatte diese offensive Spielweise schon seit Jahren mit dem jungen Petr Cech erfolgreich praktiziert. Für Courtois war diese offensive Anpassung des Torwartspiels zum damaligen Zeitpunkt eher noch ungewohnt. Deshalb war er nicht sehr glücklich darüber, dass ihn diese Spielweise überhaupt abverlangt worden war.

    Offensive Spielweise wird heute vom Torhüter erwartet

    Einige Jahre sind seither vergangen. Von modern spielenden Torhütern wird heute erwartet, dass sie bei eigenem Ballbesitz mit dem gesamten Mannschaftsverbund weit aufrücken, um als eine Art Libero auf Bälle des Gegners in die Tiefe des Raumes hinter der Abwehrkette handeln zu können. Rückt also die Abwehrkette nach vorne, so bewegt sich die Torhüter mit. Je nach Spielphilosophie des Cheftrainers sollen sich Torhüter teils 20 und mehr Meter vor dem Tor positionieren.

    Gleichzeitig sind Torhüter bei dieser Spielweise aber auch immer der Gefahr ausgesetzt, von einem gegnerischen Flugball überlobt zu werden, wenn sie bei einem Ballverlust der eigenen Mannschaft zu weit vor dem Tor stehen. Wie weit sie dabei ihr Tor verlassen, obliegt der Einschätzung jedes Torhüters. Sie ist von der jeweiligen Spielsituation abhängig. Meist wird ihnen nur der Hilfssatz „So weit wie möglich, so tief wie nötig“ für die richtige Wahl ihrer Position im Raum mit auf dem Weg gegeben. Erobert der Gegner den Ball, müssen sie selbst einschätzen, ob ein gegnerischer Spieler aufs Tor schießen und eventuell ein Tor erzielen kann und so ihre Position entsprechend anpassen.

    Ein Torwartfehler von Courtois?

    Das war offensichtlich bei Courtois nicht der Fall. Insofern kann man ihn nicht von Schuld freisprechen. Allerdings ist es für den Torhüter nicht einfach, die Optionen des Schützen immer richtig einzuschätzen. Im Fall von Courtois konnte der Belgier nicht unbedingt damit rechnen, dass sich ein Spieler aus 63 m überhaupt traut, aufs Tor zu schießen und damit sogar Erfolg hat. Eher musste er aus dieser Distanz mit einem Ball in die Tiefe rechnen. Deshalb plädiere ich in diesem Fall dafür, die außergewöhnliche Leistung des Schützen mit seinem Mut und seiner Zielgenauigkeit anerkennen und Thibaut Courtois mit einem Augenzwinkern aus seiner „Schuld“ zu entlassen.

    TorwartspielThibaut CourtoisFC ChelseaPremier League

    Artur Stopper

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    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Das Torwartspiel hat sich gegenüber dem Beginn dieses Jahrhunderts deutlich verändert hat. Bestand bis dahin die fast ausschließliche Aufgabe des Torhüters darin, sein Tor sauber zu halten, so hat sich seine Aufgabenbereich im modernen Torwartspiel um ein Mehrfaches erweitert. Früher war seine Tätigkeit beendet, wenn er den Ball gefangen und zum Mitspieler weitergeleitet hatte. Er beteiligte sich bis zum nächsten Angriff des Gegners nicht am Spiel. In modernen Spielsystemen hingegen ist er ständig in das Spiel mit eingebunden. Er ist also Torwart und Feldspieler zugleich. Um diese veränderten Aufgaben deutlich zu machen, hat der Württembergische Fußballverbund die Torwartposition mit einem neuen Begriff Torspieler belegt. Aber worin unterscheidet eigentlich das Spiel heutiger Torhüter vom Spiel ihrer Vorgänger?

    Torhüter als weitere Anspielstation

    Der moderne Torhüter fungiert heute in vielen Situationen als zusätzlicher Feldspieler. Bei Ballbesitz bietet er sich seinen Mitspielern als zusätzliche Anspielstation an, um den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Besonders in Phasen, in denen seine Mannschaft unter Druck steht, kann er auf diese Weise mithelfen, das Spiel zu beruhigen. Zu Zeiten eines Edwin van der Sar war das Spiel der niederländischen Nationalmannschaft darauf angelegt, dass der Ball sofort zu zu ihm gespielt wurde, sobald ihn einer seiner Mitspieler erobert hatte. So wurde die Spielsituation beruhigt und ein kontrollierter Spielaufbau konnte eingeleitet werden. Außerdem fungierte er als zusätzliche Anspielstation und schuf damit ein Überzahlverhältnis, wodurch der Ball sicher in den eigenen Reihen kontrolliert werden konnte.

    Wächter der eigenen Spielhälfte

    Auch beim Ballgewinnspiel seiner Mannschaft spielt der Torhüter eine wichtige Rolle. Während er beim Aufbauspiel seiner Mannschaft, je nach Spielsituation, bis über den Strafraum hinaus mit vorrückt, um als Anspielstation bereit zu stehen, nützt er diese Position beim Ballbesitz des Gegners. Wenn die Abwehrreihe, wie heute zumeist üblich, auf einer Linie agiert, ist sie anfällig für Bälle, die durch die Abwehrreihe hindurch in den Rücken der Abwehr gespielt werden. Genau diese lang gespielten Bälle und Pässe läuft der Torhüter ab und macht sie durch seine Balleroberung unschädlich. Uns allen sind noch Situationen gegenwärtig, als Manuel Neuer bei der WM 2014 in Brasilien im Spiel gegen Algerien gleich reihenweise gegnerische Bälle ablief und so eine Torchance der Algerier schon im Entstehen verhinderte.

    Initiator des Spielaufbaus

    Da der Torwart aufgrund seiner Position immer das gesamte Spielfeld im Blickfeld hat und als einziger Spieler ohne Gegenspieler ist, eignet sich seine Position vorzüglich für das Aufbauspiel seiner Mannschaft. Er erkennt aus seiner Position sofort, ob er z.B. durch einen Handabschlag einen ungeordneten Gegner überraschen kann oder ob er besser das Spiel von hinten heraus mit einem Kurzpass, Abwurf oder Abrollen des Balles ruhig eröffnet. Dazu muss er nach der Balleroberung mit einem Blick zu seinen Angreifers sofort erfassen, ob ein langer und schneller Ball in die Tiefe auf die Stürmer mit der Gefahr eines schnellen Ballverlustes oder ein ruhiger Spielaufbau in der jeweiligen Spielsituation geeigneter erscheinen.

    Die Hintermannschaft coachen

    Eine wichtige Aufgabe des Torhüters ist außerdem, seine Hintermannschaft so zu coachen, dass die gegnerischen Stürmer zu möglichst wenigen Abschlussaktionen kommen. Da der Torhüter als eine Art Libero hinter der Abwehrkette fungiert, hat er den besten Blick auf die Laufbewegungen der gegnerischen Angreifer und kann so seinen Verteidigern wichtige Hilfestellungen zum optimalen Abwehrverhalten geben. Aber auch im Aufbauspiel seiner Mannschaft coacht er seine Mitspieler, indem er z.B. nach einem Pass seinem Mitspieler die Anweisungen „Klatsch“ oder „Dreh“ zuruft, je nachdem, ob sein Mitspieler in seinem Rücken von einem Gegenspieler attackiert wird oder bei keiner Bedrängung die Option hat, zum Spielfeldmitte hin aufzudrehen. Denn der Torhüter sieht besser, wie sich der Gegenspieler verhält, während ihn der angespielte Mitspieler im Rücken hat und damit außerhalb seines Sehfeldes.

    Man sieht, die Aufgaben eines Torhüters haben sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich erweitert. Es wird sich zeigen, ob der Torhüter der Zukunft sogar noch stärker als elfter Feldspieler agieren kann, um ein Überzahlverhältnis schaffen zu können, und damit das Aufgabenfeld des Torhüters zusätzlich erweitert würde. Christian Tietz hat in seiner Zeit beim HSV erste Versuche mit Julian Pollersbeck in dieser Richtung unternommen. Die Grenze vom Mut zum Leichtsinn darf dabei aber immer aus den Augen verloren werden. Eines ist aber auch zukünftig gewiss: Die erste Priorität des Torhüters wird auch zukünftig weiterhin die Torverteidigung bleiben!

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    Artur Stopper

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  • Am 19. Spieltag der Bundesliga erlebte Robin Zentner vom Mainz 05 folgende Szene. Ein Gladbacher Spieler schlägt aus der eigenen Hälfte einen langen, hohen Ball zentral in Richtung Mainzer Tor. Zentner erkennt die Situation und klärt den ca. 30 m vor dem Tor aufspringenden Ball mit dem Kopf vor Gladbachs Stürmer Embolo. Er köpft ihn zur Mitte, der Ball landet ca. 7 m entfernt von der Mittelkreis-Linie bei Gladbachs Mittelfeldspieler Florian Neuhaus. Dieser dreht sich um einen Mainzer Spieler und schießt den Ball aus 39 m über den in Seit- und Kreuzschritten rückwärts laufenden Mainz Keeper Robin Zentner ins Tor.

    Zentner klärt im Stile eines modernen Torhüters

    Eigentlich muss man Zentner für sein beherztes Eingreifen loben. Er erkannte, dass er einen in die Tiefe gespielten Ball erlaufen kann und somit genau das getan, was man von einem modern spielenden Torhüter erwartet. Er hatte den Raum zwischen ihm und der Abwehrkette zu seinem Hoheitsgebiet erklärt und den Ball vor dem heranstürmenden Stürmer per Kopf über eine Distanz von ca. 20 m geklärt. Das Problem war, dass der Ball direkt vor den Füßen des Gladbacher Neuhaus landete und der Mainzer Gegenspieler seinen Schuss nicht verhindern konnte. Zentner hingegen musste nach seiner Kopfballaktion in kürzester Zeit eine Distanz von ca. 23 m zum Tor zurücklegen. Offenbar zu weit, um rechtzeitig in sein Tor zurückzukehren. Genau zu dem Zeitpunkt, als er das Tor erreichte, schlug der Ball nämlich über ihm ein. Möglicherweise hatte er in der Rückwärtsbewegung und der Drucksituation die Orientierung zum Tor und Ball verloren und dadurch den richtigen Zeitpunkt des Abdruckes falsch eingeschätzt. Hätte Zentner aber vielleicht bei einer besseren Rückwärtsbewegung den Treffer vielleicht verhindern können?

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  • Die heutzutage gebräuchlichen Abwehranordnungen in modernen Spielsystemen sind die Vierer- oder Dreierabwehrkette. Die Anordnung der Abwehrreihen in dieser Formation ist die logische Konsequenz aus dem ballorientierten Spiel. Je nach Spielaufbau des Gegners verlagert sich der gesamte Abwehrverbund in Richtung des Ballführenden. Der Abwehrspieler, der dem Spieler in Ballbesitz am nächsten ist, attackiert diesen, der ballnahe Innenverteidiger sichert ihn, der ballentfernte Innenverteidiger sorgt für die Tiefe und der ballferne Spiele rückt ebenfalls nach innen, so dass die Abstände zwischen den einzelnen Gliedern der Kette nicht mehr als 8 – 10 m betragen. So sollen Passwege des Gegners optimal zugestellt werden. Soweit die Aufgaben der Abwehrspieler. Welche Rolle übernimmt aber der Torhüter in diesem Verteidigungssystem?

    Die Rolle des Torhüters

    Da in modernen Spielsystemen der Libero keine Rolle mehr spielt, sondern die Abwehrspieler auf einer Linie agieren, bildet sich hinter der Abwehrkette ein Raum von ca. 20 – 30 m zwischen der Abwehrlinie und dem Torhüter. Durch den Verzicht auf den Libero hat sich für den Torhüter ein neues Aufgabenfeld entwickelt. Er übernimmt die Rolle des früheren Libero, d.h. er sichert diesen Raum durch entsprechend angepasste und offensive Positionierung ab.

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  • Spätestens seit dem Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain sind sich die meisten Fachleute einig, dass Manuel Neuer der aktuell beste Torhüter der Welt ist. Schon in den Spielen vor dem Endspiel lieferte er genug Argumente für diese Annahme. Der 34 Jahre alte Nationaltorhüter stellte in mehreren spielentscheidenden Aktionen seine Klasse unter Beweis und wurde zu Recht als nahezu unbezwingbare Wand gefeiert. Ausgerechnet in dieser Situation äußerte Florian Kastenmeier, seit vergangener Saison nach der Verletzung von Zack Steffen Stammtorhüter beim Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf, auf die Frage eines Reporters, ob das Torwartspiel von Manuel Neuer „nah an Perfektion“ sei oder ob es aus seiner fachlichen Sicht noch ein paar Kritikpunkte“ gäbe, folgende Antwort: „Es ist schon nahe an der Perfektion, aber natürlich kann man darüber streiten, dass er ein paar Bälle hält, weil er sie hält, aber die Technik ist eine ganz andere. Aber er hält sie halt einfach. Er hat alles gehalten, was es zu halten gibt. Aber rein fachlich und technisch hat er schon das ein oder andere Manko. Aber solange er die Dinge hält und Welttorhüter wird, was will man da groß meckern?“ Ein unerfahrener, junger Torhüter stellt Neuers technische Qualitäten in Frage? Vielleicht war Kastenmeier noch zu unerfahren, um zu ahnen, welche Schlagzeilen und welchen Shitstorm er mit dieser Antwort auslöst. Er „verhöhne“ Neuer, „lästere“ über den Nationaltorhüter und „lehne sich mit seiner Kritik weit aus dem Fenster“, urteilten verschiedene Presseorgane. Auf den üblichen, beleidigenden Shitstorm in den sozialen Medien soll hier gar nicht eingegangen werden.

    Hat Kastenmeier wirklich über Neuer gelästert?

    Wie so oft und in den letzten Jahren zunehmend beschränken sich die Öffentlichkeit und einige Medien oft darauf, einzelne Wortfetzen aus einem Gesamtzitat herauszureißen, um mit einer reißerischen Schlagzeile öffentliche Wahrnehmung zu erhaschen. Wer aber genauer hinsieht, wird bemerken, dass sich Kastenmeier überaus positiv und voller Hochachtung über den Bayern-Kapitän („nah an der Perfektion“) äußert, aber bei ihm Techniken erkennt, die sich von anderen Torhütern unterscheiden und nicht unbedingt dem Technik-Leitfaden des DFB entsprechen. Die Frage ist deshalb, ob er in seiner Beurteilung wirklich falsch liegt.

    Beispiel gefällig? Neuers Verhalten im 1 gegen 1

    Seit der Einführung der Viererabwehrkette sieht sich der Torhüter zunehmend 1 gegen 1-Situationen ausgesetzt. Im „Leitfaden Torwartspiel“ hat der DFB ein Handbuch entwickelt, in dem verschiedene Torwarttechniken dargestellt und erklärt werden, die nach Meinung der Herausgeber die beste Technik darstellen. Im 1 gegen 1 schlagen die Verfasser des Handbuchs – je nach Situation – die Techniken Blocken, Fußabwehr mit kurzem und Fußabwehr mit langem Bein vor. Bei einem Abstand zum Schützen vor 2 m und weniger empfehlen die Autoren den Block, bei Aktionen aus größerer Distanz je nach Abstand und Winkel die Abwehr mit dem kurzen oder langen Bein. Allen drei Situation ist gemeinsam, dass der Torhüter in seiner Haltung aufrecht bleiben, die Absicht des Schützen antizipieren und dann mit dem entsprechenden Bein eine Abwehraktion einleiten soll.

    Wenn man das Verhalten Neuers in der 1 gegen 1-Situation betrachtet, erkennt man, dass er eine ganz andere Technik in dieser Spielsituation anwendet. Sie lässt sich folgendermaßen beschreiben: Wie alle Torhüter steht er zunächst in der Grundstellung in Balance und beobachtet den Angreifer. Sobald der Schütze schießt, katapultiert sich Neuer explosionsartig in eine Position, in der er das tornahe Bein lang nach vorne und das torentferne Bein möglichst weit nach hinten ausfährt. Dasselbe macht mit den Händen. Seine Absicht ist, in dieser Position dem Schützen eine äußerst breite Körperfläche anzubieten in der Hoffnung, vom Schützen abgeschossen zu werden und so einen Torerfolg zu verhindern. Neuer praktiziert diese Technik mit extrem großem Erfolg. Zweimal verhinderte er mit dieser Technik allein im CL-Finale Torerfolge von PSG. Der Vorteil dieser Technik besteht in der großen Körperfläche, die es dem Schützen schwer macht, den Ball an ihm vorbei zu spielen. Allerdings hat sie auch Nachteile. Zum einen neigt der Torwart bei dieser Technik dazu, den Oberkörper zur Seite zu drehen und damit seine Körperfläche zu verringern. Zum anderen kann der Torhüter seine Position nicht mehr in die andere Richtung verändern, wenn er sie durchgezogen hat. Er „hängt“ in dieser Position fest und kann auf unerwartete Aktionen des Schützen nicht mehr anders reagieren. Bei zu viel Rücklage öffnet er dem Schützen zudem Räume über dem Körper. Deshalb vermitteln die meisten Torwarttrainer ein anderes technisches Verhalten in dieser Situation. Nichts anderes spricht Kastenmeier an. Immerhin hat er verschiedene U-Nationalmannschaften durchlaufen und wurde deshalb nach DFB-Leitlinien geschult.

    Von Häme und Respektlosigkeit weit entfernt

    Kastenmeier ist in seinen Aussagen also weit entfernt von Häme oder Respektlosigkeit gegenüber seinem Berufskollegen. Er brachte nur zum Ausdruck, dass man über die Richtigkeit bestimmter technischer Abläufe bei Neuer „streiten“ und die eine oder andere Technik Neuers als „Manko“ empfinden kann. Es war seine ehrliche und persönliche Einschätzung einer technischen Detailfrage. Statt den jungen Torhüter an den Pranger zu stellen, wäre eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Geäußerten sinnvoller gewesen. Dazu braucht es aber Fachwissen. Für schnelle Schlagzeilen ist diese Vorgehensweise aber sicherlich ungeeignet.

    Umgehend hat Kastenmeier deshalb seine Aussagen auf Instagram klar gestellt: „Ich möchte hiermit klar und deutlich sagen, dass es mir fernliegt, den besten Torwart der Welt zu kritisieren.“ Und weiter: „Wer bin ich denn, dass ich mich über unseren Weltmeister, zweifachen Champions-League-Sieger. achtfachen Deutschen Meister und Welt-Torwart äußere? Ich bin weder abgehoben noch in der Position, andere Spieler pauschal zu bewerten.“

    Wie dargestellt, wendet Manuel Neuer in der 1 gegen 1-Situation eine andere Technik an als die meisten seiner Berufskollegen. Er hat diese Technik für sich perfektioniert. Der Erfolg gibt ihm Recht, auch wenn in der Torhüterausbildung andere Verhaltensweisen vermittelt werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Vorstellung von einer richtigen Technik irgendwann verändert wird, obwohl sie anfangs belächelt wurde. Der Flop im Hochsprung oder der V-Stil beim Skispringen sind gute Beispiele dafür. Die Orientierung für optimale Techniken sind immer die Besten. Wenn Manuel Neuer seine 1 gegen 1-Technik weiterhin so erfolgreich praktiziert, ist nicht auszuschließen, dass irgendwann seine Technik zum Leitfaden für spätere Torhüter-Generationen erhoben werden könnte, obwohl sie bisher eher als suboptimal empfunden wird.

    Analyse1. BundesligaManuel NeuerFC Bayern MünchenNationalmannschaft

    Artur Stopper

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  • Vor einigen Jahren galt Timo Horn als eines der vielversprechendsten Talente auf der Torwartposition in Deutschland und wurde bereits als Kronprinz von Manuel Neuer im Tor der deutschen Nationalmannschaft gehandelt. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis sein Name in einem der europäischen Top-Klubs auftauchen würde. Für die Kölner Fans war Timo Horn die Identifikationsfigur schlechthin, weil der heute 27-Jährige Schlussmann durch und durch das Geißbock-Gen in sich trägt. 2002 begann er seine Laufbahn in der C-Jugend des Effzeh. Seitdem spielt Horn für seinen Klub. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Bereits in der vergangenen Saison wurde der FC-Keeper immer wieder nach Niederlagen von den Fans zum Sündenbock gestempelt. Einige Patzer machten ihn zur Zielscheibe des Spotts und der Häme der Fans. Mit üblen Beschimpfungen, besonders in den sogenannten sozialen Medien, quittierten sie den Leistungsabfall des einstigen Lieblings der Kurve. Nach der 1:0-Niederlage in Bielefeld fokussierten sich die Fans wiederum auf ihn und sahen in ihm die Ursache für die Niederlage. Horns großes Können ist unbestritten. Aber er neigt neben großartigen Aktionen tatsächlich immer wieder zu Fehlern, die vor allem in einer mangelhaften Positionierung und Entscheidung zu suchen sind. Ein typischen Beispiel dafür ist der Gegentreffer bei der 1:0-Niederlage gegen Arminia Bielefeld.

    Die Spielsituation

    In der 78. Minute hat Bielefelds Torhüter Stefan Ortega eine glänzende Idee. Nur ca. elf Meter vom Mittelkreis entfernt stehend, bekommt er einen Rückpass zugespielt. Er stoppt den Ball kurz mit der Sohle ab und wirft gleichzeitig einen kurzen Blick nach vorne. Er erkennt, dass Kölns Viererabwehrkette geschlossen herausrückt und dadurch der Raum dahinter frei wird. Da er ein gutes Füßchen besitzt, spielt er einen Pass über 25 m zu den auf der rechten Seite durchstartenden Edmundsson. Dieser leitet den Ball, der in etwa auf Höhe der 16-m-Linie herunterfällt, mit dem linken Fuß etwas zu weit nach rechts. Horn – auf Höhe des Elfmeterpunktes stehend – erkennt, dass er den Ball nicht erreichen kann. Nun beginnt die Fehlerquelle.

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    Analyse1. BundesligaTimo Horn1. FC Köln

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  • Es gab Zeiten, in denen man einem Torhüter fußballerisch wenig abverlangte. Oft trauten ihm die Mitspieler nicht einmal Bodenabschlag zu, der wurde meist von einem der Abwehrspieler übernommen. Deshalb war der Aufgabenbereich des Torhüters meist auf die Torverteidigung beschränkt. Seit etwa zwei Jahrzehnten hat sich das grundlegend verändert. Neben anderen Aufgaben ist der Torhüter inzwischen auch in hohem Maße an der Spieleröffnung beteiligt. Er muss heutzutage in der Lage sein, neben einem sicheren Passspiel auch lange Bälle über eine große Distanz zielgenau auf Zielspieler zu schlagen. Es ist erstaunlich, welche außergewöhnliche Entwicklung die Torhüter im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte genommen haben und was heute können müssen. Statt einer respektvollen Anerkennung dieser Leistung machen inzwischen manche Reporter den Torhüter mitverantwortlich, wenn ein langer Flugball um 35 m beim Gegner angekommen ist und sich aus diesem Pass nach der Balleroberung des Gegners ein Gegentor entwickelt hat. So geschehen im Fall Roman Bürki.

    Was war geschehen?

    Um den Ablauf der angesprochenen Spielsituation zu verstehen, haben wir euch die Spielszene, die zum 1:0 von Bayer Leverkusen im Spiel gegen Borussia Dortmund führte, grafisch anschaulich dargestellt.

    In der 14. Minute schlägt Dortmunds Schlussmann Roman Bürki, ca. 15 m vor seinem Tor stehend, einen langen Ball über etwa 35 m auf die rechte Dortmunder Spielfeldhälfte, weil dort die drei BVB-Spieler (Reus (8), Sancho (7), Meunier (24)) relativ dicht beieinanderstehen. Der Ball landet aber auf dem Kopf von Bayer 04-Linksverteidiger Wendell (18), der vom Dortmunder Sancho zwar halbherzig angelaufen, aber nicht am Kopfball gehindert wird. Wendell köpft deshalb nahezu unbehindert den Ball zu seinem ca.sechs Meter von ihm entfernt stehenden Mitspieler Leon Bailey (9). Dieser muss den Ball mit seinem linken Fuß zuerst am Körper vorbei auf seine linke Körperseite legen, um ihn auf seinen starken linken Fuß zu legen. Die drei Dortmunder Spieler Reus, Menieur und Bellingham betrachten das Geschehen aus sicherem Abstand, ohne Druck auf Bailey auszuüben. Zum leichteren Verständnis des weiteren Ablaufs der Spielsituation haben wir euch das Spielgeschehen in der Dortmunder Spielhälfte in einer weiteren Grafik verdeutlicht.

    Während sich Bailey (9) dreht und den Ball auf seinen linken Fuß legt, erkennt Leverkusens Daiby (13) auf der gegenliegenden Spielfeldhälfte gedankenschnell seine Chance und läuft in Hummels (15) Rücken seinem Gegenspieler Guerreiro (13) im Vollsprint weg. Bailey nimmt seinen durchstartenden Mitspieler wahr und spielt von der Mittellinie aus einen herrlichen Diagonalpass über zwei BVB-Ketten hinweg in den Lauf von Diaby, der den Ball lehrbuchmäßig annimmt und ihn am herauseilenden Bürki vorbei ins Dortmunder Gehäuse versenkt. Da Bürki den ersten langen Pass auf einem Spielspieler geschlagen hatte, aus dem sich die weitere Spielszene entwickelte, machen manche Journalisten den Dortmunder Schlussmann mitverantwortlich für das Gegentor. Aber ist er das wirklich?

    Ist Bürki mit seinem Fehlpass für das Gegentor mitverantwortlich?

    Nach dem ehemaligen Trainer Lucien Favre scheint jetzt Roman Bürki zur Zielscheibe der Dortmund-Kritiker zu werden. Anders ist jedenfalls nicht zu erklären, dass Bürki mit seinem Pass über 35 m auf Wendells Kopf von Medien und Kritikern für das Dortmunder Gegentor mitverantwortlich gemacht wird. Offenbar wird inzwischen von manchen Reportern erwartet, dass der Torhüter einen 35 m-Pass punktgenau zum Mitspieler bringt. Eine Leistung, der auch Feldspieler oft nicht gerecht werden. Und wenn der Torhüter diesen Ball nicht sicher unterbringt, hat er nach ihrer Meinung Teilschuld. Eine fragwürdige Schuldzuweisung, zumal nach meiner Wahrnehmung einige BVB-Feldspieler weit mehr zum Gegentor der Leverkusener beigetragen haben. Denn für mich ist das Tor das Ergebnis einer Aneinanderreihung von fragwürdigem taktischen Verhalten einiger BVB-Spieler und dem Fehlen einer inneren Einstellung.

    Fehler 1: Warum bemüht sich eigentlich keiner der Zielspieler, Bürkis lang geschlagenen Ball im Luftduell mit Wendell zu erobern? Bei entsprechender Aufmerksamkeit hätten sie rechtzeitig erkennen müssen, dass der Ball eher auf dem Kopf von Wendell landet und hätten deshalb den Leverkusener Abwehrspieler im Sprung so bedrängen müssen, dass er den Kopfball nicht kontrolliert weiterleiten kann. Stattdessen beobachten sie das Geschehen aus sicherem Abstand.

    Fehler 2: Als Wendell den Ball per Kopf zu Bailey weiterleitet, befinden sich drei Dortmunder Spieler in der Nähe des Leverkusener Außenbahnspielers, in einem Abstand von ca. 6 m. Zumindest einer der drei BVB-Spieler hätte den Moment, als Bailey den Ball an der linken Körperseite vorbei auf seinen linken Fuß legt, dazu nützen müssen, die Distanz zu ihm zu verringern und dadurch eventuell den langen Pass zu verhindern. Aber weit gefehlt, alle drei Dortmunder halten die allerdings nicht für sie geforderten Abstandsregeln ein.

    Fehler 3: Dortmunds Außenspieler Guerriero bietet sich bei Ballbesitz von Bürki -taktisch richtig - außen an, um das Spiel in der Breite zu öffnen. Spätestens als er aber erkennt, dass der von Bürki gespielte Ball keinen Dortmunder Spieler erreicht, hätte er sich wieder nach innen bewegen müssen, um den Weg für den schnellen Diaby rechtzeitig zu schließen. Schließlich dürfte sich Diabys Schnelligkeit auch in Dortmund herumgesprochen haben. Stattdessen verharrt er an der Außenlinie, so dass Diaby im Spurt den Ball von Bailey fordern und wenig bedrängt abschließen kann.

    Fehler 4: Den letzten Fehler begeht nach meiner Meinung Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels. Mit dem Zuspiel Wendells auf Bailey bewegt er sich sofort ballorientiert in Richtung des Spielgeräts, ohne allerdings zur Kontrolle einen Blick hinter sich zu werfen, ob der Raum hinter ihm besetzt ist oder wird. Einem Organisator der Abwehr dürfte dieses Verhalten aber nicht fremd sein. So kann Diaby nahezu ungehindert in diesen offenen Raum vorstoßen.

    Nach so viel taktischem Fehlverhalten und fehlender innerer Einstellung seiner Vorderleute das Gegentor mit an Bürki festzumachen, ist deshalb aus meiner Sicht mehr als fraglich. Es ist allgemein bekannt, dass lange Flugbälle immer ein weit höheres Risiko an Ballverlust beinhalten, denn nur etwa 25 % davon kommen beim Mitspieler an. Dennoch sind sie ein taktisches Mittel, um den Mitspielern die Chance auf den sogenannten zweiten Ball zu verschaffen. Was aber, wenn sich die Mitspieler gar nicht um diesen Ball bemühen? Muss dann der Torhüter die Verantwortung dafür übernehmen?

    Statt Bürkis hervorragende Leistung in diesem Spiel - Diaby scheiterte gleich zweimal freistehend an Bürki (27., 35.) und ein Distanzschuss wurde von ihm ebenfalls entschärft (43.) - in den Mittelpunkt der Berichterstattung zu stellen, bestimmen wieder einmal die Nörgler und selbsternannten Experten die Wahrnehmung von Roman Bürki in der Öffentlichkeit. Zweifelsohne zeigte der BVB-Schlussmann in der laufenden Saison neben einigen überragenden Paraden, die staunen ließen, auch immer wieder Schwächen. Die Frage, ob der Schweizer Schlussmann den Ansprüchen eines Champions-League-Klubs genügt, darf deshalb wie bei jedem anderen Torhüter sicherlich gestellt werden. Speziell bei Bürki scheint mir die Beurteilung seiner Leistungen stark vom Blick in die Vergangenheit geprägt zu sein. Aber auch er hat Anspruch auf eine faire und sachkundige Bewertung. Und manchmal sollte man einfach die Kirche im Dorf lassen.

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    Artur Stopper

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    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Im EM-Vorrundenspiel zwischen Tschechien und Schottland sind 52 Minuten gespielt, als sich folgende Situation ereignet: Ein schottischer Spieler führt den Ball ca. 28 m vor dem tschechischen Tor. Aus dieser Entfernung wagt er einen Fernschuss. Der Ball wird aber von einem tschechischen Spieler blockiert und landet als Querschläger direkt in dem Lauf von Patrick Schick, der 10 m vor der Mittellinie bereit steht. Schon bevor er den Ball erreicht hat, wagt er einen Blick in Richtung gegnerischer Torhüter. Er erkennt, dass der Torwart der Schotten ungefähr 38 bis 40 m vor seinem Tor steht. Ohne den Ball zuvor zu berühren, fackelt Schick nicht lange und schießt er den Ball aus gut 45 m Distanz wuchtig aufs schottische Tor.

    Der Schuss ist so kraftvoll, dass er in hohem Bogen und ohne den Boden zu berühren ins Tor fliegt. Obwohl der schottische Schlussmann David Marshall in höchstem Tempo in Richtung eigenes Gehäuse flitzt, kann er den Einschlag nicht mehr verhindern. Im Moment des Schusses befindet er sich immer noch ca. 20 m vor seinem Tor, der Ball senkt sich bogenförmig über ihn hinweg ins leerstehende Tor.

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    AnalyseEuropameisterschaftDavid Marshall

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    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Technische Abläufe bei Torhütern haben sich in den letzten Jahrzehnten weltweit immer mehr angenähert. Neben vielen Übereinstimmungen gibt es aber immer wieder auch Situationen, in denen sich die technischen Abläufe der Torhüter unterscheiden und sie Spielsituationen unterschiedlich lösen. Einen solchen Unterschied ließ sich im Spiel Schweiz gegen Wales und im Spiel Türkei gegen Italien bei den Torhütern Yann Sommer (Schweiz) und Ugurcan Cakir (Türkei) beobachten.

    Szene 1: Spiel Schweiz gegen Wales

    15. Minute: Der Waliser Stürmer Moore schraubt sich nach einer Flanke von James von links in die Luft und platziert der Ball per Kopf hoch aufs linke Toreck. Der Schweizer Schlussmann Sommer muss sich mächtig strecken und lenkt das Leder mit der rechten Hand über die Latte.

    Szene 2: Türkei gegen Italien

    22. Minute: Der italienische Innenverteidiger Giorgio Chiellini kommt nach einer Ecke zum Kopfball, den er gut drückt, aber nicht perfekt platziert. Der türkische Schlussmann Cakir greift über und lenkt den Ball mit einer starken Parade über die Latte.

    Die beide Szenen ähneln sich. In beiden Spielsituationen kommt ein gegnerischer Spieler aus einer Entfernung von 7 bis 10 m zum Kopfball und köpft den Ball seitlich neben dem Keeper unter die Querlatte. Beide Torhüter drücken sich aus der Grundstellung heraus explosiv zum Ball ab. Den Rest lösen die beiden beteiligten Keeper aber unterschiedlich. Während Cakir beim Absprung mit dem linken Bein mit dem rechten Arm übergreift und mit den Fingerspitzen den Ball über die Querlatte lenkt, lenkt Yann Sommer den Ball mit der ballnahen, offenen Hand (siehe Grafik) über die Querstange.

    Übergreifen

    Welche Technik ist sinnvoller?

    Um es vorwegzunehmen: Für mich gibt es nicht richtig oder falsch, jede der beiden Techniken hat ihre Vor- und Nachteile. Früher galt die Regel, dass der Torhüter übergreift, wenn sich der Ball überkopf befindet. Yann Sommer widerlegt in unserem Beispiel diese These. Der Vorteil seiner Technik ist sicherlich, dass er auf diese Weise den kürzesten Weg zum Ball wählt und dadurch schneller reagieren kann. Außerdem kommt er so in eine gerade Körperstreckung, wodurch die Körperlänge optimal genutzt wird.

    Beim Übergreifen hingegen wird die ballentfernte Hand zum Ball geführt und hat damit einen längeren Weg. Manche Torhüter bringen sich beim Übergreifen zudem in eine leichte Bogenhaltung, die ihm in der Aktion die optimale Körperstreckung und damit die Länge nimmt. Befindet sich der Torhüter aber in der Flugphase, kann er beim Übergreifen aus einer ruhigen Körperlage heraus den Ball sicher über die Querlatte lenken.

    Claus Reitmaier, der 335 Bundesligaspiele im deutschen Oberhaus absolvierte, formulierte es einmal so: "Wenn der Ball lang in der Luft ist, muss man übergreifen. Muss es schnell gehen, dann nicht." Für ihn ist die Wahl der richtigen Abwehrtechnik also eine Frage der Distanz. Vielleicht lässt sich die Diskussion über die richtige Technik auf eine einfache Regel herunterbrechen: Wähle die Hand, bei der du das Gefühl hast, schneller oder näher am Ball zu sein oder du dich sicherer fühlst. Denn jeder Torhüter hat oft eine stärkere Absprungseite und eine schnellere Handbewegung auf einer Seite, was die Wahl der Hand zusätzlich beeinflusst. Deshalb muss der Torhüter grundsätzlich beide Techniken beherrschen.

    Markus Krauss, Torwarttrainer der U19 des Bundesligisten VfB Stuttgart, zeigt euch in der folgenden Übung, wie beiden Techniken im Training geschult werden können.

  • Beim EM-Halbfinale England gegen Dänemark ereignet sich in der 73. Minute die folgende Szene: Der englische Mittelfeldspieler Mason Mount befindet sich auf der rechten Seite der dänischen Spielhälfte knapp innerhalb des Strafraumes. Er versucht eine Flanke in die gefährliche Zone vor dem dänischen Tor zu schlagen. Aus dem Ball wird eine verunglückte Flanke, die sich gefährlich in Richtung dänisches Gehäuse senkt. Doch der dänische Keeper Kaspar Schmeichel ist hellwach und wischt den Ball in einer Rückwärtsbewegung mit einer Hand über die Torlatte.

    Schon andere Torhüter haben bei der EM ähnliche Spielszenen erlebt. Meistens konnten sie die Situation klären. Nicht gut ging es hingegen beim slowakischen Schlussmann Martin Dubravka, der bei Newcastle United unter Vertrag steht. Er legte sich in einer ähnlichen Situation den Ball ins eigene Netz, möglicherweise von der Sonne geblendet.

    Da sich solche Aktionen immer wieder in einem Spiel ergeben können, muss ein Torhüter im Training auf diese Spielsituation vorbereitet werden. Doch welche Übung hilft dem Keeper, eine solche Spielszene erfolgreich zu lösen, und was muss er dabei beachten?

    Markus Krauss, Torwarttrainer der U19 des Bundesligisten VfB Stuttgart, setzt zur Schulung dieser Situation die folgende Übung ein:

  • Im Spiel zwischen Dänemark und Russland kommt es zu folgender Szene: Ein dänischer Spieler führt den Ball in der Mitte der gegnerischen Hälfte. Etwa 24 m vor dem Tor bietet sich der dänische Angreifer Damsgaard als Anspielstation an. Der Ballführende passt den Ball zwischen der Viererkette im Mittelfeld hindurch zu dem lauernden Stürmer. Damsgaard nimmt den Ball an, dreht sich in Richtung gegnerisches Tor, legt den Ball noch einmal kurz vor. Bei einem Blick auf das Tor nimmt er unmittelbar vor dem Schuss wahr, dass der russische Keeper Matvai Safonov ca. 3 m vor dem Tor steht. Er schießt den Ball aus ca. 21 m bogenförmig über den Keeper hinweg in die - vom Schützen aus gesehen - rechte Torecke. Fernsehreporter Tom Bayer, der das Spiel kommentiert, spricht den jungen russischen Schlussmann frei von Schuld: „Safonov hat alles richtig gemacht. Er steht 3 m vor dem Tor“. Also ist es ein „unhaltbares“ Tor, wenn der 22-Jährige alles richtig gemacht, oder?

    Maarten Stekelenburg Szene

    Eine ähnliche Szene hatte sich bereits im Spiel Niederlande gegen die Ukraine ereignet. Trotz klarer personeller Überlegenheit – 6 bis 7 niederländische Spieler befinden sich gegen drei ukrainische Angreifer im oder am Strafraum (siehe Bild 2) – gelingt es Yaremchuk in einer Torentfernung von ca. 18 m den Ball gegen zwei Gegner zu sichern und ihn auf den sich anbietenden Yarmolenko zurückzupassen. Yarmolenko läuft mit dem Ball seitlich parallel zum Strafraum und schlenzt ihn aus etwa 21 m aus halbrechter Position mit dem linken Fuß bogenförmig über den ungefähr 3 m vor dem Tor postierten niederländischen Keeper Maarten Stekelenburg hinweg. Auch hier ist „unhaltbar“ das einhellige Urteil der Experten.

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    AnalyseMatvai SafonovEuropameisterschaftMaarten Stekelenburg

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  • Nach dem 3:2-Pokalerfolg von Union im Berliner Olympiastadion sind die Machtverhältnisse in der Stadt geklärt. Geahnt hatte man es schon vorher, aber spätestens seit diesem Abend ist klar, dass sich die Verhältnisse in der Hauptstadt nachhaltig verändert haben. Union Berlin ist die Nummer eins in der Stadt. Und es kann in absehbarer Zeit auch so bleiben. Hertha BSC wird womöglich viel Zeit brauchen, den Vorsprung der Köpenicker wieder einzuholen. In dem keineswegs hochklassigen, aber torreichen Derby, stellte Hertha den Stadtrivalen zu selten vor Probleme, so dass der 3:2 (1:0)-Auswärtserfolg von Union verdient war.

    Eigentlich gab das Spiel nicht viel her, worüber man sich länger aufhalten müsste. Allein aus der Torhüterperspektive gibt es aber eine Szene, über die es sich zu reden lohnt. Gemeint ist der Anschlusstreffer der Hertha zum 1:2 in der 54. Minute durch Suat Serdar. Was war passiert? Hertha-Spieler Ishak Belfodil behauptet den Ball links im Strafraum stark gegen zwei Eiserne, ehe er den durchlaufenden Serdar bedient. Serdar läuft bis zur Grundlinie durch und will ins Zentrum querlegen, doch der Pass wird von Khedira entscheidend abgefälscht und landet im Tor der Köpenicker. In die kurze Torecke und damit ein Torwartfehler, werden die Anhänger der kurze-lange-Torecke-Fraktion sagen.

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    Analyse1. BundesligaAndreas Luthe1. FC Union Berlin

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  • Als der Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande die erste Hälfte beendete, hatte Ajax Amsterdam im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon achtmal auf das gegnerische Tor geschossen und knapp 70 Prozent Ballbesitz. Der Mannschaft von Trainer Erik ten Hag war aber kein Tor gelungen. Ganz im Gegenteil: Trotz deutlicher Unterlegenheit setzten sich die Portugiesen mit Glück und einer verbesserten Defensivleistung in der zweiten Halbzeit mit 0:1 gegen den niederländischen Meister durch. Es war eines der Spiele, in denen ein Lapsus über den Ausgang des Spiels entscheidend. Und der unterlief in diesem Spiel Ajax-Keeper Andre Onana. Eine Unachtsamkeit kostete Ajax Amsterdam die Chancen auf das Viertelfinale der Champions League, trotz klarer spielerischer Überlegenheit.

    Was war passiert?

    Es läuft die 77. Minute des Achtelfinalrückspiels, als die Gäste aus Lissabon den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellen. Benfica-Außenverteidiger Alejandro Grimaldo schlägt eine Freistoßflanke scharf von der Außenlinie fast auf Höhe der Eckfahne in Richtung Ajax-Gehäuse. Zwei Spieler bilden eine Mauer in der Nähe der Strafraumlinie. Die meisten portugiesischen Spieler haben sich auf Höhe des Elfmeterpunktes aufgestellt. Nur Angreifer Darwin Núñez – bewacht vom Ajax-Verteidiger Jurriën Timber – nimmt eine Position zentral vor dem Tor auf Höhe der Torraumlinie ein. Genau in diesen Raum zirkelt Grimaldo den Ball scharf vors Tor. Ajax-Schlussmann Andre Onana erkennt die Situation und will den Ball wegfausten, verschätzt sich aber dramatisch und kann dadurch das Kopfball von Benficas Darwin Núñez nicht verhindern. Der Ball landet im Tor, der Angreifer aus Uruguay wird zum umjubelten Helden. Benfica steht erstmals wieder seit der Saison 2015/16 im Viertelfinale der Champions League, die Ajax-Träume vom ersten Viertelfinaleinzug nach 2019 hingegen sind begraben. Dafür wird Andre Onana mit seinem Fehler einen Teil der Verantwortung tragen müssen. Doch wie hätte der nigerianische Nationaltorhüter in Diensten von Ajax die Situation besser lösen können?

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    AnalyseAndre OnanaAjax AmsterdamEredivisie

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  • Real Madrid hat das Finale der Champions League gegen den FC Liverpool erreicht. Nach dem Spektakel im Hinspiel, das Manchester City nach einer begeisternden Partie mit 4:3 für sich entschieden hatte, spekulierten die 60.000 Zuschauer im Santiago Bernabeu natürlich auf ein nächstes Highlight. Sie sollten es bekommen. Denn beim 3:1-Sieg über Manchester City nach Verlängerung erlebten die Zuschauer eine spektakuläre Aufholjagd.

    Eigentlich sah Manchester City bereits wie der sichere Sieger aus, als Riyad Mahrez in der 73. Spielminute das 1:0 für ManCity gelang. Denn nach dem 4:3-Hinspielsieg lag das englische Team scheinbar uneinholbar vorn gegen Real Madrid. Doch Real bäumte sich noch einmal auf und rettete sich durch zwei Treffer des eingewechselten Rodrygo (89. und 90. Minute) in die Verlängerung. Dort traf Karim Benzema wenige Minuten später per Strafstoß zum 3:1 (93.). Damit steht Real am 28. Mai im Finale gegen den FC Liverpool. Hätten die Real-Spieler das Spiel nach dem Rückstand nicht noch einmal gedreht, wären die Diskussionen um den Gegentreffer sicherlich lauter ausgefallen. Denn Reals ansonsten sicherer Rückhalt Thibaut Courtois hätte den Treffer bei anderem Verhalten durchaus vermeiden können. Wie? Wir erklären es euch ...

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    AnalyseThibaut CourtoisReal MadridPrimera Division

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  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch den zweiten Härtetest in der Nations League mit einem Remis beendet. Nach dem 1:1 gegen Italien endete auch das Spiel gegen England mit demselben Ergebnis. In einer unterhaltsamen Partie mit zahlreichen Torchancen gab die DFB-Auswahl den Sieg kurz vor Schluss durch einen Elfmeter aus der Hand, weil Schlotterbeck bei einem Stolperer im Strafraum die Hacke von Kane berührt hatte. Nach langem Videostudium zeigte der Unparteiische in der 85. Minute auf den Elfmeterpunkt. Einmal mehr untermauerte Manuel Neuer in diesem Spiel seine Ausnahmestellung. Mit starken Paraden verhinderte er gegen Saka (45.+1), gegen Mount (52.) und Kane (76.) einen Rückstand bzw. Gegentreffer. Machtlos hingegen war er beim Elfmeter. Etwas Glück hatten die Deutschen allerdings beim 1:0 in der 50. Minute, bei dem Englands Schlussmann Jordan Pickford nicht gut aussah, da die Kugel zentral einschlug. Aber was hätte er eigentlich besser machen können?

    Was war passiert?

    Kai Havertz spielt ca. 20 – 25 m vor dem Tor einen Querpass auf Joshua Kimmich, der den Ball wunderbar direkt in den Strafraum zu Jonas Hofmann durchsteckt, der freistehend nach einer Drehung mit dem zweiten Kontakt aus ca. zwölf Metern abschließt. Dabei sieht Pickford nicht gut aus, denn der Ball schlägt zentral im Tor ein. Im Moment des Steckpasses auf Hofmann rückt Pickford etwa 3 m vor die Torlinie und nimmt, in Erwartung des Schusses, die Grundposition ein. Im Moment des Schusses steht er in breiter, optimaler Grundstellung im Gleichgewicht. Bis hierher macht er alles richtig.

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    AnalyseJordan Pickford

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  • Italiens Torhüter Gianluigi Donnarumma war nach der 5:2-Pleite gegen Deutschland in der Nations League sichtlich angefressen. Nicht nur die fünf Gegentore machten ihm zu schaffen, sondern vor allem auch die Kritik der italienischen Medien an seiner Leistung. Denn beim zwischenzeitlichen 0:5 hatte sich Donnarumma einen schwachen Pass - dieses Mal in den Fuß von DFB-Joker Serge Gnabry - geleistet und so den Doppelpack von Timo Werner ermöglicht. Erinnerungen wurden wach an das Achtelfinalrückspiel zwischen seinem Klub Paris St. Germain und Real Madrid in der jüngsten Champions-League-Saison, als der 23-Jährige beim zwischenzeitlichen 1:1 von Karim Benzema einen schlimmen Fehlpass in die Füße von Vinicius Junior gespielt und so das Gegentor mitverantwortet hatte. Am Ende sollte es 1:3 stehen. Deshalb schied PSG trotz eines 1:0 im Hinspiel vorzeitig gegen den späteren Champions-League-Sieger aus. Fast trotzig antwortete er auf die Frage einer italienischen Reporterin, die eine Verbindung zwischen dieser Szene und dem 5:0-Gegentreffer herstellte: „Wenn wir wegen solcher Dinge eine Kontroverse stricken wollen, dann gut ... ich bin hier, um darüber und über das Team zu reden. Wenn ihr mir die Schuld geben wollt, fein. Ich nehme die Schuld auf mich. Ich bin der Kapitän - und ich behalte den Kopf oben.“ Der Mann vom Golf von Neapel (gebürtig in Castellammare di Stabia) legte diesbezüglich noch nach: "Ich denke, dass ihr alle wegen dieser Fehler etwas konstruieren wollt. Nun gut ...". Natürlich erkannte er auch selbst seinen Fehler: "Ich hätte den Ball beim 0:5 einfach wegschlagen müssen. Aber du lernst von deinen Fehlern und wächst daran." Aber ob er will oder nicht: Ähnlichkeiten zwischen beiden Treffern lassen sich durchaus herstellen.

    Was war passiert?

    Die bereits angesprochene Szene ereignete sich in der 69. Minute. Sein Mitspieler Dimarco (13) spielt einen Rückpass auf Donnarumma, um sich aus dem Angriffspressing der Deutschen zu lösen. Der italienische Nationalkeeper hat genügend Zeit den Ball - ca. 8 m vor dem Tor stehend - zu verarbeiten, denn Timo Werner (9), der vorderste deutsche Angreifer, befindet sich zum Zeitpunkt der Ballannahme etwa 18 m vor dem Tor der Italiener. Wie die folgende Grafik, die den Moment des ersten Ballkontaktes darstellt, verdeutlicht, stehen Donnarumma mehrere Optionen zur Spielfortführung zur Verfügung.

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    AnalyseGianluigi Donnarumma

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  • Der 1. FC Magdeburg zählt zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinen in der Geschichte des DDR-Fußballs. Den größten Erfolg erreichte der Verein 1974, als er gegen AC Mailand den Europapokal der Pokalsieger gewann. Lange ist es her. Nach drei Jahren in den Niederungen der dritten Liga schaffte der Verein nun am Ende der vergangenen Saison als Meister den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Entsprechend euphorisch waren die Fans am vergangenen Wochenende zum Saisonstart im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Obwohl der Aufsteiger vor den 25 000 Besuchern selbstbewusst auftrat und auch spielerisch überzeugte, musste sich der FCM am Ende unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Trotz einem couragierten Auftritt standen die Magdeburger am Ende mit leeren Händen da. Zumindest meldete sich der FCM mit einem sehenswerten Tor in Liga zwei zurück.

    Was war passiert?

    Fortuna hatte kurz vor der Pause (44. Min) mit einem Elfmeter das 0:1 erzielt. Keine Minute war in Halbzeit zwei gespielt, als Felix Klaus zum 0:2 für die Rheinländer einnetzte. Nur wenige Minuten später, es ist die 50. Minute, bedient Magdeburgs Goalgetter Baris Atik seinen Mitspieler Jason Ceka (10) auf der rechten Seite. Dieser hat plötzlich eine starke Idee. Nach einer Drehung spielt er mit einem genialen flachen Ball den durchstartenden Connor Krempicki (13) an, den die Düsseldorfer Defensive komplett übersehen hatte. Der Magdeburger zieht direkt von der Strafraumlinie ab und haut den Ball über den 6 m vor dem Tor stehenden Schlussmann Kastenmeier in die Maschen des Düsseldorfer Tores. Aber wie hätte Florian Kastenmeier dieses „Traumtor“ verhindern können?

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    AnalyseFlorian KastenmeierFortuna Düsseldorf2. Bundesliga

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  • Das hatte sich Karlsruhe anders vorgestellt: Nach einer 5:0-Niederlage im Saisoneröffnungsspiel gegen den SC Paderborn mussten sich Nordbadener auch im ersten Heimspiel mit 2:3 gegen den Aufsteiger FC Magdeburg geschlagen geben. Besonders die erste Halbzeit gestaltete sich zu einem Fiasko für die Karlsruher. Magdeburg startete gut ins Spiel und belohnte sich bereits in der 7. Spielminute mit einem Tor. Nach der Anfangsphase fanden die Hausherren besser in die Partie, luden die Gäste dann nach einer guten halben Stunde aber zweimal zum Toreschießen ein. Der FCM nutzte es eiskalt und erhöhte per Doppelschlag auf 3:0. Nach 45 Minuten lagen die Hausherren mit 0:3 gegen Aufsteiger Magdeburg hinten. Doch er KSC bot dem 1. FC Magdeburg in Halbzeit zwei nochmal einen großen Kampf und arbeitete sich auf 2:3 heran. Am Ende jedoch gelang dem KSC nicht noch der dritte Streich, sodass der 1. FCM den ersten Dreier in der Saison einfährt. Zweifellos hielt Magdeburgs Schlussmann seit Monaten stark und war einer der Garanten für den Aufstieg der Landeshauptstädter. Am zweiten Gegentor der Karlsruher hatte er aber seinen Anteil.

    Was war passiert?

    Es ist die 65. Spielminute. Nur zwei Minuten zuvor hatte Wanitzek den ersten Treffer für den KSC erzielt. Magdeburg verliert den Ball im gegnerischen Strafraum. Karlsruhes Mittelfeldspieler Jerome Gondorf (8) erhält ungefähr in der Mitte der eigenen Hälfte den Ball. Obwohl er von Magdeburgs Moritz Kwarteng (8) unter Druck gesetzt wird, hat er ein Auge für den durchstartenden Mikkel Kaufmann (14), der das Leder perfekt über ca. 20 m in den Lauf gespielt bekommt. Halblinks kommt er vor dem herauseilenden Magdeburger Schlussmann Dominik Riemann an den Ball, legt ihn mühelos am FCM-Keeper vorbei und schiebt ihm vom linken Strafraumeck mühelos flach in das verwaiste Tor. Doch wie hätte Reimann das Gegentor möglicherweise verhindern können?

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    AnalyseDominik Reimann2. Bundesliga1. FC Magdeburg

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